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Neujahrswanderung
Helmuth Persch begrüßte die Teilnehmer zur Neujahrswanderung in Zierenberg. Trotz tiefen Schnees hatten sich einige Mitglieder auf die Wanderung gemacht und kamen pünktlich zum Mittagstisch an.
Zunächst wünschte er allen noch ein frohes neues Jahr 2010. Er hoffe, dass alle gut hineingekommen sind. Was seine Frau und ihn anbetreffe hätten sie fürchterlich einen drauf gemacht. Ein Glas Sekt und wir waren im neuen Jahr sprach er mit einem Augenzwinkern.
Für den Verein war das Silvesterfeuerwerk wieder ein Startsignal. Jetzt geht es wieder los, jetzt fangen wir wieder an.
Ja, mit was sollen wir anfangen? Es ist ja nicht mit einer Jahreswende so wie in der Schule, wo nach einer Stunde alles geschriebene wieder von der Tafel gewischt wird. Nein, Entscheidungen aus dem letzten Jahr geben die Bedingungen für das nächste Jahr vor.
Auf Deutsch: Es ständen wieder eine Menge Hausaufgaben an.
Führung des RSC, Mitgliederpflege, BMX Bahn, Pressearbeit und tausend Dinge.
Hinzu komme, dass wir die Gleichen geblieben sind, nur etwas älter. Wir haben noch immer die gleichen Stärken und Schwächen wie im letzten Jahr; wir freuen und ärgern uns über die gleichen Dinge. Und weil das so ist, würden wir uns alle Veränderungen sparen und munter weitermachen wie bisher. Das geht aber nicht. Unser Verein braucht Veränderungen, sollte er in 10 Jahren noch leben. Wir alle sehen dies. Es ist mit den Händen zu greifen. Und wir wissen: Unseren Problemen ist mit alten Lösungen nicht beizukommen. Wir müssen im Verein anfangen, umzudenken und umzusteuern.
Bisher habe ich mich so Persch, wie jeder weiss, voll in den Verein eingebracht. Das geht so nicht weiter. Ich brauche einfach Unterstützung. Ich appelliere daher an jedes Mitglied mitzuhelfen, dass es weitergeht.
Da gäbe es eine Geschichte, die handele von einem Wanderer: Der Wanderer, obgleich ein kräftiger Mann, ziehe mühselig auf einer scheinbar endlosen Straße entlang. Er ist über und über mit Lasten behängt: Ein schwerer Sandsack hängt an seinem Rücken, um seinen Körper ist ein dicker Wasserschlauch geschlungen. In der rechten Hand schleppe er einen unförmigen Stein, in der linken einen Geröllbrocken. Um seinen Hals hängt an einem dicken Strick ein Mühlstein. Rostige Ketten, an denen er schwere Gewichte durch den staubigen Sand schleift, winden sich um seine Fußgelenke. Auf dem Kopf balanciert er einen halbfaulen Kürbis. Bei jedem Schritt, den er macht, klirren die Ketten. Ächzend und stöhnend bewegt er sich Schritt für Schritt vorwärts, beklagt sein Schicksal, dass ihn quält.
Auf seinem Weg begegnet ihm in der glühenden Mittagshitze ein Bauer. Der fragt ihn: Müder Wanderer, warum trägst du diese dicken Steine in den Händen? „Zu dumm“, antwortet der Wanderer, „aber die habe ich bisher gar nicht bemerkt.“ Darauf wirft er die Steine weg und fühlt sich leichter. Nach einer weiteren Wegstrecke wirft er auch den Kürbis, die Ketten, den Wasserschlauch, den Mühlstein vom Hals usw. nacheinander ab.
Soweit die Geschichte, die ginge bestimmt weiter. Daher müsse er unbedingt aus gesundheitlichen Gründen, wie der Wanderer, einiges an Ballast abwerfen. Er hoffe und wünschte sich, dass alle Mitglieder sich in irgendeiner Form einbringen.
In diesem Sinne wünsche er auch allen Familienmitgliedern ein erfolgreiches neues Jahr!

(RSC Wandergruppe vor dem Dörnberg)
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